
Petersfisch
Zeus faber
- Nordostatlantik FAO 27: Azoren (ICES 10)Handleinen und Angelleinen
- Nordostatlantik FAO 27: Irische See (ICES 7a), Südwestpazifik FAO 81: NeuseelandHandleinen und Angelleinen, Langleinen
- Nordostatlantik FAO 27: Bretagne (ICES 7e, 7h, 8a), Südwestpazifik FAO 81: NeuseelandGrundschleppnetze, Kiemennetze
Biologie
Der Petersfisch (Zeus faber) wird auch Heringskönig genannt. Er lebt in der Nähe der Küsten im Atlantik, Mittelmeer, Indischen Ozean und Westpazifik. Der Körper der Petersfische ist abgeflacht mit langen Rückenflossenstrahlen und einem großen runden Fleck auf beiden Seiten des Körpers – der Legende nach ein Fingerabdruck des Apostels Petrus. Die Fische erreichen eine Größe von ungefähr 40 Zentimetern und leben als Einzelgänger.
Bestandssituation
Die Situation der Bestände ist größtenteils unbekannt und zur Bewertung der Befischungsrate liegen keine Daten vor.
Auswirkungen auf das Ökosystem
Petersfisch wird größtenteils als Beifang in Grundschleppnetzen gefangen. Die Höhe der Beifänge und Rückwürfe in den Fischereien, in denen auch Petersfisch gefangen wird, ist unbekannt. Generell haben gemischte Grundschleppnetzfischereien hohe Beifang- und Rückwurfraten, und schädigen sie empfindliche Bodenlebensgemeinschaften. Mit Kiemennetzen gefangene Peterfische führen zudem zum Beifang bedrohter Arten wie beispielsweise Meeressäugetiere.
Management
Im Nordostatlantik gibt es kein spezifisches Management für Petersfische. Die Fischereien werden im Rahmen der Gemeinsamen Fischereipolitik der EU bewirtschaftet. In den Gewässern der Azoren sind verschiedene Managementmaßnahmen (z.B. begrenzter Fischereiaufwand, Verbot der Tiefseeschleppnetzfischerei, ein Netzwerk von Schutzgebieten) wirkungsvoll. In Neuseeland wird die Fischerei zwar gemanagt, doch sind weitere Verbesserungen bei der Überwachung und Quantifizierung von Rückwürfen und Beifängen erforderlich – insbesondere angesichts von Hinweisen auf eine frühere Untererfassung und Nichteinhaltung der Vorschriften.