
Stöcker, Schildmakrele
Trachurus trachurus
- Nordostatlantik FAO 27 (Außnahme: siehe unten)Handleinen und Angelleinen, Umschließungsnetze (Ringwaden)
- Mittelmeer FAO 37Handleinen und Angelleinen, Umschließungsnetze (Ringwaden)
- Nordostatlantik FAO 27: Nordsee und westlicher Ärmelkanal (ICES 4b, 4c, 7d)Pelagische Schleppnetze, Umschließungsnetze (Ringwaden)
Biologie
Der Stöcker (Trachurus trachurus) auch Bastard-, Schild- oder Holzmakrele genannt, ist im Mittelmeer und Nordostatlantik verbreitet. Im Sommer kommen Stöcker in küstennahen Gebieten mit sandigen Böden vor, im Winter wandern sie in Gebiete mit größeren Wassertiefen. Sie formieren sich zu großen Schwärmen. Stöcker werden vor allem in Südeuropa frisch, geräuchert oder konserviert als Speisefische verzehrt, aber auch in großen Mengen als Futterfisch zu Fischmehl verarbeitet.
Bestandssituation
Die geringe Biomasse des Bestands im Nordostatlantik in Verbindung mit der derzeitigen und anhaltend geringen Produktivität und Rekrutierung des Bestands bringt diesen an die untere Grenze der Nachhaltigkeit. In der Nordsee wird der Bestand schon überfischt. Im Mittelmeer ist der Zustand der Bestände und die Intensität der Befischung unbekannt. Wissenschaftliche Bestandsbewertungen werden dort nicht durchgeführt. Stöcker werden im Mittelmeer als Beifang in der Fischerei auf Sardinen und Sardellen mitgefangen.
Auswirkungen auf das Ökosystem
Die Fischerei auf Stöckerschwärme mit Ringwaden ist selektiv. Generell gibt es wenige Informationen zu den ökologischen Auswirkungen der Fischerei. Negative Effekte auf gefährdete und geschützte Arten durch pelagische und Grundschleppnetze sind möglich. Die Fischerei mit Handleinen hat nur minimale Umweltauswirkungen. In der Langleinenfischerei werden empfindliche und teilweise streng geschützte Arten wie Meeresschildkröten, Haie, Seevögel und Delfine mitgefangen. Die Rückwurfraten sind im Allgemeinen moderat und alle im Freiwasser eingesetzten Fanggeräte beeinträchtigen die Bodenlebensgemeinschaften nicht, im Gegensatz zu Grundschleppnetzen. Ob durch die Stöckerfischerei langfristige Änderungen im Ökosystem auftreten ist ungewiss.