
Sardine
Sardina pilchardus
- Mittelmeer FAO 37: O Ionisches Meer (GSA 20) // Nordostatlantik FAO 27: westlicher Ärmelkanal (7.e), Bristolkanal (7.f)Umschließungsnetze (Ringwaden)
- Nordostatlantik FAO 27: Golf von Biskaya (8) und Portugiesische Gewässer (9.a) // Mittelmeer FAO 37: W und S Ionisches Meer (GSA 19, 21) // Östlicher Mittelatlantik FAO 34: MarokkoUmschließungsnetze (Ringwaden)
- Östlicher Mittelatlantik FAO 34: Mauretanien, MarokkoPelagische Schleppnetze
- Mittelmeer FAO 37: Adria (GSA 17, 18), Alboran-Meer (GSA 3), Ägäis (GSA 22)Pelagische Schleppnetze, Umschließungsnetze (Ringwaden)
Biologie
Die Europäische Sardine (Sardina pilchardus) gehört zur Familie der heringsartigen Fische. Sie ist eine sich schnell vermehrende Fischart, die dadurch weniger anfällig für Überfischung ist, aber stark auf Veränderungen der Umwelt reagiert. Sardinen besiedeln den Nordostatlantik, das Mittelmeer sowie das Marmara- und das Schwarze Meer. Erwachsene Tiere werden etwa 25 Zentimeter lang und leben in küstennahen Gewässern. Die Schwärme wandern im Tagesrhythmus zwischen verschiedenen Wassertiefen und im Jahresverlauf zwischen nördlichen Gebieten im Sommer und südlichen Regionen im Winter.
Bestandsituation
Im östlichen Mittelatlantik (FAO 34) hat sich die Datenlage zum Sardinenbestand verschlechtert. In der Kantabrischen See und den portugiesischen Gewässern liegt die Biomasse unter dem Mindest-Referenzwert und die Befischung ist zu hoch für eine Bestandserholung. In den Keltischen Meeren und dem Ärmelkanal erlaubt die Datenlage keine wissenschaftliche Bestandsbewertung. Im Mittelmeer sind mehreren Bestände überfischt und werden weiterhin zu intensiv befischt.
Auswirkungen auf das Ökosystem
Die Sardinenfischerei mit Ringwaden und pelagischen Schleppnetzen ist vergleichsweise selektiv und hat geringe Umweltauswirkungen. Da Sardinen große Schwärme bilden, gibt es meist wenig Beifang, allerdings können insbesondere kleine, noch nicht laichreife Tiere mitgefangen werden. Die Netze haben keine Bodenberührung und schädigen die Bodenlebensgemeinschaften nicht.
Management
Das Management unterliegt der Gemeinsamen Fischereipolitik der EU. Es wird als teilweise bis überwiegend erfolgreich bewertet, Bedenken bestehen aber vor allem im Mittelmeer in Bezug auf die Verfügbarkeit von Daten und die Durchsetzung bestehender Maßnahmen. In vielen Regionen ist vor allem das sogenannt Slipping (das Verwerfen des gesamten Fangs noch vor dem An-Bord-Holen) ein Problem.