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Garnele, Tropische

Penaeus spp.

    • Honduras, Ecuador
      Aquakultur: Teichanlagen, White Tiger Garnele (Penaeus vannamei)
    • Madagaskar
      Aquakultur: Teichanlagen, Tiger-Garnele (Penaeus monodon)
    • Südostasien, Lateinamerika
      Aquakultur: konventionell
    • Weltweit
      Wildfang (alle Fangmethoden)

    Biologie

    Tropische Garnelen (Shrimps) werden mit Grundschleppnetzen gefangen oder in großem Maßstab gezüchtet. Eine besondere Bedeutung für die Garnelenzucht hat die Gattung Penaeus mit Arten wie der White Tiger Garnele (Penaeus vannamei) und der Tiger-Garnele (Penaeus monodon). Garnelen pflanzen sich schnell fort und haben viele Nachkommen. Daher reagieren sie grundsätzlich wenig empfindlich auf Fischereidruck.

    Wildfang

    Viele Bestände sind überfischt oder voll befischt. Die Schleppnetzfischerei auf tropische Garnelen verursacht enormen Beifang, der meist zurückgeworfen wird. Zudem schädigt die Fischerei die Bodenlebensräume. In einigen Ländern wie Australien ist das Management der Garnelenfischerei wirksam. In vielen anderen Ländern werden die bestehenden Vorschriften schlecht umgesetzt oder die Fischerei hat kein Management.

    Zucht

    Tropische Garnelen werden in Südostasien und Lateinamerika in Teichen gezüchtet. Die Abwässer aus den Farmen tragen Fäkalien, Futterreste sowie Chemikalien und Medikamente in die Umwelt ein. Krankheiten aus den Farmen können auf die Wildbestände übertragen werden und diese erheblich schädigen. Der Salzgehalt in den Teichen muss kontrolliert werden, daher wird Süßwasser aus der Umgebung eingepumpt. Der Verbrauch an Süßwasser für die Zuchtanlagen ist sehr hoch, was in der Region zu Wassermangel und Versalzung führen kann. “Zero-Input”-Zuchten liegen im Gezeitenbereich von Flut und Ebbe, das Wasser wird natürlich ausgetauscht. In Kreislaufanlagen mit Biofloc-Technologie werden aus Futterresten und Exkrementen Bioflocken gebildet. Diese dienen einerseits den Garnelen als Futter und gleichzeitig der biologischen Reinigung des Prozesswassers. Garnelen werden mit Futter das Fischmehl und Fischöl enthält gefüttert. Für 1 Kilogramm Penaeus-Garnelen werden 1-2 Kilogramm Wildfisch im Futter benötigt.

    Die Garnelenzuchten unterliegen der jeweiligen Gesetzgebung ihres Heimatlandes. Das Management in Madagaskar und Europa ist größtenteils effektiv. In Ecuador und Honduras gibt es angemessene rechtliche Rahmenbedingungen, aber es fehlt die Durchsetzung. Weltweit gesehen ist das Management der Garnelenzucht wenig effektiv und in vielen Ländern werden Umweltschutzgesetze nicht wirksam umgesetzt. Eine ASC-Zertifizierung versichert, dass grundsätzliche Umweltstandards beachtet werden. In der Bio-zertifizierten Zucht wird die Einhaltung noch strengerer Umweltschutzmaßnahmen sichergestellt.

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